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Industriestandorte mit Potential - AHK Argentina
   
Eldorado und Montecarlo, Provinz Misiones
   
Lage und Klima Geschichte
Infrastrktur und Industrieparks Bevölkerung
Wirtschaft Ausblicke
   
   
1. Lage und Klima
   
Die Städte Eldorado und Montecarlo liegen in der Provinz Misiones, die im Nordosten Argentiniens einen Landstreifen zwischen Brasilien und Paraguay bildet. Die Flüsse Río Paraná im Westen und Río Uruguay im Osten begrenzen die Landzunge. Die Nordgrenze der Provinz bildet der Río Iguazú, dessen Wasserfälle sich Misiones mit Brasilien teilt.

Eldorado ist die Hauptstadt des gleichnamigen Bezirks, dessen Reichtum vor allem im Naturwald liegt.

Auch Montecarlo ist Hauptstadt eines gleichnamigen Bezirks. Charakteristisch für die Umgebung von Montecarlo sind die weitläufigen Tee- und Mateplantagen sowie die malerischen Palmenwälder.

 
2. Infrastruktur und Industrieparks
   

Durch ihren tatkräftigen Einsatz schufen die Bewohner Eldorados eine Stadt, die durch erfolgreiche Landwirtschaft und Industrie geprägt ist und unter dem Namen „Hauptstadt der Arbeit“ (Capital de trabajo) bekannt ist. Besonders Forstwirtschaft und Holzverarbeitung sind wichtige Industriezweige.

Rund 900 Unternehmen der Provinz Misiones arbeiten in der Forstwirtschaft und Holzverarbeitung, das macht 40% der nationalen Holzindustrie aus. 60% der Fläche von Misiones ist Naturwald. Daneben wird künstlich aufgeforstet. In der Provinz sind um die 19.000 Arbeitsplätze direkt abhängig von der holzverarbeitenden Industrie und weitere ca. 10.000 Arbeiter und Angestellte werden von Aufforstungsunternehmen beschäftigt. 53% des BIP der Provinz entsteht in der Forstwirtschaft.

Daneben ist der Obstanbau, insbesondere der Zitrusfrüchte, sowie der Mate-Anbau von Bedeutung.
Daneben gibt es einen regen Tourismus in der Region um Eldorado, vor allem von Sportanglern und Jägern.

Eldorado ist eine moderne Stadt, die in Forschung und Entwicklung investiert. Die Stadtentwicklungsgesellschaft (Agencia para el Desarollo Económico de Eldorado) fördert besonders Familienbetriebe und mittelständische Unternehmen.

In Montecarlo gibt es neben vielen Parallelen zur wirtschaftlichen Entwicklung Eldorados – vor allem hinsichtlich Forst- und Plantagenwirtschaft und Tourismus – eine Besonderheit: die Orchideenzucht. So wird alljährlich das „Nationalfest der Orchidee“ im Juan Vortisch Park der Stadt Montecarlo durchgeführt.


 
3. Wirtschaft
   

Gegründet wurde Eldorado im Jahre 1919 von dem aus Frankfurt am Main stammenden Einwanderer Adolf Julius Schwelm, der den Grundstein für die Siedlung mit einem Hafen am Río Paraná legte. Eldorado war von Anbeginn an Anziehungspunkt für europäische Einwanderer in der Provinz Misiones. Vor allem Deutsche, Schweizer, Polen und Dänen wählten den Ort am Ufer des Río Paraná zu ihrer neuen Heimat.

Die Stadt Montecarlo hat ihren Namen aus der ehemaligen Bezeichnung des Ortes „Los Montes de Carlos“ zu Ehren des ersten Großgrundbesitzers jenes Gebietes, Carlos Seguín. Die Stadt liegt ebenfalls am Río Paraná. Sie wurde 1920 gegründet. Im Gebiet um Montecarlo ließen sich vor allem Deutsche nieder. Die meisten Siedler kamen aus Paraguay und Brasilien; denn sie fanden in Montecarlo bessere Lebensbedingungen vor als in Grenzgebieten zu den anderen Ländern.

 
4. Geschichte
   

Die Bevölkerung Eldorados zählt ca. 50.000 Einwohner verschiedenster Herkunft und Hautfarbe. Eldorado ist damit die drittgrößte Stadt der Provinz.

Die Ausbildung der Bevölkerung war von Beginn an ein wichtiges Ziel der Stadtgründer Eldorados. So begann schon im Juni des Jahres 1922 der Unterricht in der Schule „La Escuela Nacional Nº 129 (Pionera)“. Heute wird sowohl in Eldorado als auch in Montecarlo Deutsch unterrichtet. Die Deutsche Schule in Eldorado (Instituto Hindenburg) bietet ebenso wie die Deutsche Schule in Montecarlo (Instituto Carlos Culmey) Deutsch als erste Fremdsprache an.

Weitere Einrichtungen zugunsten der Bevölkerung Eldorados sind die Sprachschule Germán A. Wachnitz zur Förderung der deutschen Sprache und Kultur, die Technischen Gemeindezentren (Centros Tecnológicos Comunitarios), die Computer mit Internetanschluss für finanziell benachteiligte Mitbürger zur Verfügung stellen, ein Gemeindesportzentrum, das den Bürgern die Ausübung einer Vielzahl an sportlichen Aktivitäten ermöglicht, und eine Zentralküche (Cocina Centralizada), welche vor allem Kindern armer Bürger eine Grundversorgung gewährt.

 
5. Bevölkerung
   

Das Eigenleben und die Eigendynamik, die Eldorado und Montecarlo am Rande des Urwalds entwickelt haben, zeichnen sie aus und machen sie für ihre Bürger zum „Goldland“, jenem Mythos folgend, dem Eldorado seinen Namen zu verdanken hat.

 
   
     
 
 María José Pérez Sánchez
TE: (+54 11) 5219-4024
 
 
 
                     
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