Rosario befindet sich im südlichen
Teil der Provinz Santa Fe, ca. 300 km von Buenos Aires entfernt.
Die Industriestadt Rosario liegt am Río Paraná und
besitzt einen bedeutenden Handelshafen.
Durch seine geographische Lage ist Rosario das strategische
Zentrum der Verbindung zwischen Brasilien und Chile, zwischen
dem Südatlantik und dem Pazifik.
Umgeben ist Rosario ist von einer hügeligen Ebene mit
gemäßigtem Klima und einer jährlichen Durchschnittstemperatur
zwischen 23º C und 12º C. Es fallen ca. 1.000 mm
Niederschläge pro Jahr.
Die Stadt Rosario ist von einem
Netz nationaler und provinzieller Fernstraßen und Autobahnen
durchzogen, die sie mit dem ganzen Land verbindet. Vom Busbahnhof
fahren täglich Busse in jede Provinzhauptstadt des Landes
und in die an Argentinien grenzenden Länder. Nach Buenos
Aires fahren Busse alle 30 Minuten.
Äußerst wichtig für die Wirtschaft ist der
Hafen der Stadt, ein ausgedehnter Komplex, der sich über
80 km Küstenstreifen erstreckt. Der internationale Flughafen
liegt ca. 15 km vom Zentrum der Stadt entfernt. Die Eisenbahn
wird größtenteils für den Gütertransport
eingesetzt und verbindet die Stadt mit den wichtigsten Wirtschaftszentren
des Landes.
Die Großstadt Rosario
ist das bedeutendste Finanz-, Handels- und Industriezentrum
in der Landwirtschafts- und Viehzuchtsregion der feuchten
Pampa Argentiniens. Die Stadt und ihr Umland bilden eine
Region mit starker industrieller Präsenz und Handelstätigkeit.
Rosario erzeugt 50% des gesamten Bruttoprovinzprodukts und
rund 5% des Bruttoinlandprodukts. Die Stadt generiert 53%
der Arbeitsplätze der Provinz und beherbergt 62% der
Industrieniederlassungen von Santa Fe. Im Großraum
Rosario gibt es ca. 4.000 Fabriken und Industriewerkstätte
mit mehr als 63.000 Arbeitsplätzen.
Das Hauptgewerbe der Region ist mit 21% der Aktivität
die Lebensmittelproduktion. Rosario ist der wichtigste
Pflanzenölproduzent des Landes, 68% der Ölproduktion
Argentiniens stammen aus Rosario. Weitere Gewerbe sind
die Metallmechanik mit 18% und der Maschinenbau mit 10%
der Aktivität. Darüber hinaus ist die Petrochemie
präsent, die holzverarbeitende Industrie, Papierfabriken
sowie Textil- und Kunststoffproduzenten.
63% der Unternehmen der Region sind klein- oder mittelständisch.
Aber auch große, meist multinationale Unternehmen
haben sich in den Vororten der Stadt niedergelassen. Dazu
gehören General Motors, Dupont, Cargill, ICI und John
Deere.
Rosarios Hafen ist ein Hochseehafen, liegt im Südosten
der Stadt am Río Paraná und zählt zu
den bedeutendsten Häfen Argentiniens. Er gilt als
Motor der Wirtschaft. Von Rosario werden neben industriellen
insbesondere auch insbesondere landwirtschaftliche Erzeugnisse,
vorrangig Getreide, Ölfrüchte und Öle verschifft.
Rosario entstand 1730, aber
erst um 1852 wurde der Ort zur Stadt erklärt. Durch
Wachstum und Bedeutungszuwachs der Stadt kam sogar die Idee
auf, sie zur Hauptstadt Argentiniens zu machen, was jedoch
scheiterte. Die Stadt wuchs allerdings weiter, weil sie ihr
großes Handels- und Industriepotential entwickeln konnte.
Mit 1 Million Einwohner ist
Rosario die größte Stadt der Provinz Santa Fe.
Die Provinz selbst hat um die 3 Millionen Einwohner und genießt
ein hohes Wohlstandsniveau, was sie ihrer hervorragenden
landwirtschaftlichen Bodenverhältnisse, ihrer geographischen
Lage und dem Hafen zu verdanken hat.
Die Goethe-Schule (Escuela Goethe Rosario) bietet ab dem
Kindergarten einen zweisprachigen Unterricht an. Rosario
hat insgesamt sechs Universitäten, auf die sich ca.
80.000 Studenten verteilen. Zwei davon sind öffentliche
Universitäten: die Universidad Nacional de Rosario und
die Universidad Tecnológica Nacional. Die verbleibenden
vier Universtäten sind private Hochschulen.
Rosario ist nicht nur wirtschaftlich
wichtig, sondern auch eine touristisch sehr interessante Stadt.
Sie hat eine Reihe von Sehenswürdigkeiten, wie Museen
und Theater. Außerdem gibt es viele Möglichkeiten
der Freizeitgestaltung mit Sport und Strandaufenthalten.